Samstag, 26. Mai 2018

Von Mendo nach Jedey

Wir parken an der ehemaligen Mülldeponie in Mendo und beschliessen, uns die Beine etwas zu vertreten. Wir nehmen den LP 15, der nach Jedey zeigt. Er ist gut zu begehen. Im Anfang durch ein "blühendes Lavafeld"

Nach ca. 15 Minuten ueberquert der LP 15 einen Forstweg, den wir nach rechts nehmen und der uns in sanften Kehren abwaerts in Richtung Jedey bringt. Wir gehen durch einen lichten Wald. Hier hat es vor ein paar Jahren gebrannt. Jetzt ist der Boden ein gelbes Bluetenmeer - der Klee blueht - und an den Raendern ganze Mohnwiesen. Heute scheint die Sonne aus einem wolkenlosen Himmel und man hat einen praechtigen Ausblick auf das Aridanetal.








wir entdecken wilde Lupinen.


















ein wenig spaeter dann am Wegesrand weit den Berg  hinaufziehend  Mohnwiesen.



Nach ca. 1 Stunde, als Jedey in den Blick kommt beschliessen wir umzukehren. Vogelgezwitscher begleitet uns auf dem gesamten Weg, ansonsten eine wohltuende Ruhe ringsherum.

Auf dem Rueckweg entdecken wir auch noch blaue Tajinasten.


Und Encimba (Cinnerarien) fehlen hier natuerlich auch nicht.

Dienstag, 1. Mai 2018

Poris de Garafia








Garafia war bis 1960 nur auf dem Seeweg zu erreichen. Danach gab es eine Erdpiste dahin.
Alle Waren mußten also auf dem Seeweg  transportiert werden und die Menschen auch, wollten sie nicht einen Zweitagesmarsch nach Santa Cruz in Kauf nehmen.

An einem der vielen kleinen Bootsanleger  wurden Baumstaemme und Kuehe einfach ins Meer geworfen und von Schiffen wieder herausgefischt. Eine Schiffsreise fuer Menschen war sehr gefaehrlich an dieser wilden Kueste. 1951 kamen beim Untergang der "Quisisana" alle Insassen ums Leben. Und zu diesem Poris (Hafen) von Garafia machten wir uns mal wieder auf den Weg, denn auf  dem Pfad zum Meer liegt ein Cache versteckt Da drei Cacher ihn nicht gefunden hatten, meinte Kangoo, er muesse mal nachsehen, wo die Dose geblieben ist.

Neben dem Fußballplatz, vorbei am Friedhof fuehrt eine enge, kurvenreiche Straße hinunter zum Hafen. Herrliche Ausblicke auf eine bluehende Landschaft und die vorgelagerten Felseninseln:

Roque de  las Tabaibas mit Felstor

und Roque de Santo Domingo



Nach 45 Minuten endet die Strasse auf einem großen Parkplatz und weiter geht es zu Fuß auf einem steilen, engen,steinigen Camino hinunter zum Poris Santo Domingo (ca. 30 Minuten Weg).




Die Landschaft ist spektakulaer und großartig. Man moechte abheben.


Der Cache ist noch da, wohlbehuetet versteckt. Die Cacher waren wohl nur zu bloed oder zu ungeduldig zum Suchen.

















Montag, 9. April 2018

Topaciegas

Ein ungewoehnlicher, geheimnisvoller Name. Ich waelze sieben Buecher und frage Tante Google. Die Auskuenfte sind mehr als spaerlich.

Im spanischen Woerterbuch finde ich zwei ähnliche Woerter:
topo = Maulwurf
ciega = blind.

Heisst der Ort "blinder Maulwurf"?


Topaciegas wird in den einschlaegigen Reisefuehrern nicht erwaehnt. In Wanderfuehrern so gut wie auch nicht, nur in Zusammenhang mit dem LP 130, der die 3 1/2 Haeuser von Topaciegas kreuzt.





Ich bin durch das wunderschoene Buch "Geheimnisse der Insel La Palma" auf Topaciegas aufmerksam geworden. Dort wird ein Spaziergang von Topaciegas nach Tosca beschrieben. Und diesen Weg machen wir. 2 Stunden sind wir unterwegs. Es gruent und blueht an allen Ecken und Enden. Der Wanderweg (LP130) ist an manchen Stellen ein kleiner Pfad geworden, so wird er von bluehenden Pflanzen bedraengt.

Ich habe wie wild fotografiert.

                                         Der Beginn des Weges





Hierbas de Jorge

Eine Baldrianpflanze









                                                                        






                                      Encimba  - Cinnarien






                                                           blühender Kohl

                                                   eine besonders schöne Bejeque








                                                                       
                                                                  
















                                                                                          Mohn





die weißen Zistrosen blühen schon



Sonntag, 1. April 2018

Sashiko

 


Sashiko (ausgesprochen Saschko) ist eine uralte japanische Stickereikunst.Seit 300 Jahren gibt es sie schon. Sashiko entstand in den noerdlichen kalten Provinzen und wurde von Maennern und Frauen getragen. Zwei oder mehr Stofflagen wurden durch den Sashikostich zusammengehalten.

Es handelt sich um einen Vorstich, der leicht zu sticken ist. Das Geheimnis ist die Gleichmässigkeit des Stueckes.

Die Ursprungsfarbe  für das Sashiko waren dunkelblauer Stoff mit weissem Stickgarn. Moderne Sashiko-Stickerei gibt es in allen Farben

Die klassischen Muster haben alle Namen, die von Generation zu Generation weitergegeben wurden. Aber  Jeder kann eigene moderne Muster entwerfen. Mit einem Blatt karierten Papiers und einem Bleistift sind der Fantasie keine Grenzen gesetzt


                                                     Chrysantheme



Ishigurama




Elefant (eigenes Muster)



                                                             Ishimoho

                                                                     Kiku

                                                               Nejiri-Naome


                                                    ......benahoare (eigenes Muster)


                                                                   Musubi
                                                                         Ananas
                                                                       Fisch



keltisches Muster



Drei Buecher sind mir sehr hilfreich bei meinen Sahiko-Studien:

Sashiko-Traditional Japanese Quiltdesign
ISBN 0-87040-769-4

Sashiko, von Bonni Benjamin

Sashiko - japanisch sticken, von Agnes Delage-Calvet
ISBN 10 3-258-07134-9

Und welche Verbindungen bestehen zu La Palma?
Es gibt zahlreiche Felszeichnungen , sogenannte Petroglyphen, und ich denke, die eine odere andere eignet sich zum Sashiko-Sticken.